Unser Bürgermeisterkandidat: Holger Jarmuth

Am 9. Juni haben die Bürger der Gemeinde wieder die Gelegenheit, den Bürgermeister oder die Bürgermeisterin für die nächsten fünf Jahre zu bestimmen. Unser Kandidat ist Holger Jarmuth.

Vielen in der Gemeinde ist Holger ein Begriff. Um ihn auch allen anderen vorzustellen, haben wir ein Interview mit ihm geführt:

Hallo Holger, am 9. Juni stellst du dich zur Wahl als Bürgermeister. Was hat dich zu diesem Schritt bewogen?
Die Entwicklung und der Zusammenhalt in unserer Gemeinde liegt mir sehr am Herzen. In den vergangenen Jahren habe ich wenig davon gesehen und die zunehmende Unzufriedenheit vieler Bürger wahrgenommen. Sie fühlen sich oft nicht beachtet und in Zukunftspläne nicht einbezogen. Das würde ich gerne ändern und gemeinsam mit den Bürgern in allen Ortsteilen diesen Prozess transparent und nachvollziehbar gestalten.

Das heißt konkret?
Na ja, ich finde beispielsweise die Abschaffung der Bürgermeistersprechstunde nicht gut. Natürlich ist man auch telefonisch erreichbar – zumindest sollte das so sein. Aber für viele Bürger ist ein fester Termin wichtig, an dem sie unkompliziert vorbeikommen und sicher sein können, dass auch wirklich jemand für sie Zeit hat.
Dann die Sache mit der Information über das, was in der Gemeinde geschieht. Wir müssen wieder sicherstellen, dass die Bekanntmachungskästen regelmäßig bestückt werden. Das ist in letzter Zeit ein bisschen eingeschlafen.
Apropos Bekanntmachungen: Das, was den Weg in die Kästen findet, sind amtliche Bekanntmachungen. Wir können nicht davon ausgehen, dass die Bürger das alles verstehen.

Du möchtest die amtlichen Bekanntmachungen verändern?
Nein, natürlich nicht. Schließlich handelt es sich um amtliche Informationen und die müssen so sein, wie sie eben sein müssen. Das soll alles weiterhin seine Richtigkeit haben. Aber ich möchte etwas für die bessere Einordnung tun. Deshalb möchten wir, die UWGG, die Webseite http://www.glasin.eu wieder reaktivieren. Sie soll ein Ort sein, an dem die Informationen verständlich aufbereitet werden. Und an dem man auch Informationen erhält, die man sonst eben nicht so leicht findet.

Wie zum Beispiel?
Zum Beispiel die Protokolle der Gemeindevertretersitzungen. Auch wenn ein Bürger nicht persönlich bei einer Sitzung dabei sein kann, heißt es ja nicht, dass ihn nicht interessiert, was dort besprochen wurde. Deswegen unter anderem die Webseite. Damit haben wir die Möglichkeit, die Protokolle in leicht verständlicher Form jedem verfügbar zu machen.

Was gibt es noch zu tun?
Wir haben in der UWGG eine ganze Reihe von Maßnahmen identifiziert und in einem Wahlprogramm zusammengeführt. Uns ist beispielsweise unverständlich, wie man das Projekt des Baugebiets in Glasin, für das wir so hart gekämpft haben, so einfach unter den Teppich kehren und einschlafen lassen konnte. Es hat uns einiges an Überzeugungsarbeit gekostet, das Amt für Raumordnung von unserem Vorhaben zu überzeugen. Als kleine Gemeinde wird uns normalerweise nicht erlaubt, über unseren Eigenbedarf hinaus zu wachsen. Wir brauchen das Wachstum aber, damit unsere Gemeinde jung bleibt. Außerdem würde uns das mehr finanziellen Spielraum geben.

Jetzt haben wir eine Weile über deine Pläne gesprochen. Kommen wir zur Person. Wer bist du und was verbindet dich mit der Gemeinde Glasin?
Mit der Gemeinde verbindet mich sehr viel – schließlich wurde ich hier geboren und habe den Großteil meines Lebens hier verbracht. In Babst war ich in der Kita, in Glasin bin ich zur Schule gegangen. Geheiratet habe ich in Groß Tessin. Nach der Wende hat es mich für eine Weile nach Berlin verschlagen. Dort habe ich meinen Meister als Gas-Wasser-Installateur gemacht und 1997 dann den Schritt in die Selbständigkeit mit meiner eigenen GmbH, einer Sanitärfirma, gewagt.

Eine mutige Entscheidung. Hast du sie jemals bereut?
Das habe ich nie. Ich hatte viele gute Jahre. Die Arbeit in dem Bereich hat mir viel Spaß gemacht.

Was hat dich zurück nach Babst verschlagen?
Meine Mutter ist erkrankt und brauchte Hilfe. Da habe ich nicht gezögert.

Was machst du heute?
Mehrere Knie-OP’s haben mir einen Strich durch die Rechnung gemacht und dazu geführt, dass ich nicht mehr in meinem Beruf arbeiten kann. Zurzeit bin ich daher im Fahrteam MV tätig. Ich habe aber Energie für mehr und möchte mich zusätzlichen Herausforderungen stellen. Deshalb die Bewerbung ums Ehrenamt.

… das Ehrenamt des Bürgermeisters…
Genau. Ich möchte der Gemeinde etwas zurückgeben.

Und in deiner Freizeit?
In meiner Freizeit widme ich mich mit Hingabe unserem Gemüsegarten und der Kleintierzucht.

Holger, wir danken dir für dieses Gespräch.

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